Bücher

Rumo

Walter Moers (2003)

Dieses Buch hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Es ist das erste Buch, dass ich von Walter Moers gelesen habe und es hat mich durch eine Zeit mit vielen Umbrüchen begleitet (Abitur, Umzug, Studium…). Die Wanderung zwischen märchenhafter Fantasie und abgrundtiefen Wahnsinn ist unglaublich atmosphärisch und beeindruckend. Immer, wenn ich zu der Zeit ein Buch durchgelesen hatte, habe ich mich gefragt „Tja, was jetzt lesen? – Wieder Rumo? Ja, Rumo ist gut!“
Weitere Bücher von Walter Moers folgten, darunter „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, Ensel und Kräte, Die Stadt der träumenden Bücher und so weiter und so fort.
Man muss seine Fantasie einfach lieben!

Die Wahrheit über das Lügen &
Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells (2018 und 2016)

Die Wahrheit über das Lügen war das erste Buch, das ich letztes Jahr von Benedict Wells gelesen habe. Dass kurz darauf alle seine Veröffentlichungen in meinem Bücherregal standen, spricht wahrscheinlich für sich. Diese Sammlung von Kurzgeschichten hat mich so überrumpelt, überrascht und in sich aufgenommen wie kaum ein Buch vorher.
Für eine detailliertere Version meines Schwärmens für diesen Autor könnt ihr hier weiterlesen.

Ein einziges Buch von Benedict Wells zu empfehlen, reicht einfach nicht. Damit ich nicht die ganze Seite hier mit seinen Büchern fülle, habe ich mich entschieden, nur ein weiteres vorzustellen.
Vom Ende der Einsamkeit ist im Vergleich „Spinner“ oder „Becks letzter Sommer“ meiner Meinung nach ein riesiger Schritt nach vorne. Immens gefühlvoll beschreibt er das Leben von Jules mit einer Offenheit, Ehrlichkeit und Verletzlichkeit, die direkt in Herz und Seele blickt.

Das Hotel New Hampshire

John Irving (1984)

Wenn ich schon keine weiteren Bücher von Benedict Wells hier aufnehmen werde, dann wenigstens eines, dass ich seinetwegen gelesen habe.
Das Hotel New Hampshire ist eine über Jahrzehnte hinweg erzählte Familiengeschichte voller Witz, Schicksalsschläge und Absurditäten. Die große Stärke dieses Buchs sind seine Charaktere, die trotz ihrer Anzahl immer individuell sind. Die Familie wächst über die knapp 600 Seiten ans Herz, während man mit ihnen durch ihr Leben schreitet.

Extinction

Kazuaki Takano (2015)

Extinction erzählt die Geschichte des nächsten evolutionären Schritts der Menschheit. Sehr spannend, brutal und brutal ehrlich. Gerade dass ein Thriller mit viel Action ausnahmsweise nicht aus amerikanischer Hand stammt, ist eine sehr erfrischende, weil amerika- und militärkritische Abwechslung. Schonungslos werden die mehr oder weniger menschlichen Eigenheiten unserer Spezies beleuchtet, während sie auf unser „Nachfolgemodell“ reagiert.