Ein Tag im Leben einer Eintagsfliege

Er verstand nicht ganz, was diese Veränderung sollte. Sicher, er war schon einmal morgens aufgewacht und hatte festgestellt, dass er nicht mehr so war, wie vorher. Aber wenigstens hatte er damals seine Lebensweise nicht drastisch ändern müssen. Er konnte immer noch im Wasser leben und munter vor sich hin schwimmen. Und heute morgen war er aufgewacht und hatte festgestellt, dass er Flügel hatte. Denn er war, das muss vielleicht klärend hinzugefügt werden, eine Eintagsfliege. Aus menschlicher Sicht würde man vielleicht denken, dass ihn aufgrund der neuerlichen Veränderung eine Art Existenzangst überfiele. Schließlich haben es Eintagsfliegen so an sich, dass ihre Lebenszeit doch recht begrenzt ist.

Für ihn jedoch war das nichts, was er hinterfragte oder ihm überhaupt wirklich bewusst gewesen wäre. Für ihn war gerade drängender, dass etwas in ihm sagte, dass er sein bisheriges zu Hause so schnell wie möglich verlassen musste – ihm ging nämlich langsam die Luft aus.

Er verließ also notgedrungen sein nasses Anwesen, das ihm so lange Zeit als sein zu Hause gedient hatte und machte sich auf.

Das erste was ihm auffiel, war, dass es sehr hell war. Geblendet von dem plötzlichen Licht konnte er nicht richtig erkennen, wohin er flog. Verschwommen nahm er etwas Grünes wahr, dass recht bequem aussah. Er ließ sich darauf nieder und blickte sich um. Unter sich sah er die riesige Wasserfläche, die seine Heimat gewesen war. Nun, dazu muss man sagen, dass Eintagsfliegen zu Größen ein gänzlich anderes Verhältnis haben als Menschen dies für gewöhnlich tun. In unseren Augen wäre diese riesige Wasserfläche lediglich ein kleiner Bachlauf gewesen, der gerade genug Wasser führte, um als solcher zu gelten. Ein Bachlauf von der Größe, an dem kleine Kinder vielleicht gerne gespielt hätten, um sich an heißen Sommertagen, wie auch dieser Tag es war, ordentlich dreckig zu machen und im Schatten der Bäume ringsherum zu spielen.

Tja, das hätten sie vielleicht gemacht, wenn es ein solcher idyllischer Bachlauf gewesen wäre. Aber dieser Bachlauf befand sich mitten in einer großen Stadt. Das Grüne auf dem er saß war auch nicht das Blatt eines großen, knorrigen Baumes, sondern ein kleiner Grashalm. Der kleine Bach war ausgesprochen resilient gegenüber allen Versuchen, ihn auszutrocknen. Über die Jahre hinweg hatten immer wieder Menschen mit ernsten Gesichtern und teuren Anzügen ihr bestes gegeben, um ihn loszuwerden. Aber wie durch ein Wunder sind sie dabei immer wieder gescheitert, woraufhin ihre Gesichter noch ernster und ihre Anzüge noch teurer wurden. Vielleicht dachten sie, das würde gegen dieses kleine Stück Natur helfen, dass in ihrer schönen Stadt nun einmal nichts zu suchen hatte. Aber das tat es nicht.

Auf dem Grashalm kam der Eintagsfliegerich langsam zu dem Schluss, dass er hier auf Dauer nicht bleiben wollte. Wenn er schon nicht mehr im Wasser leben konnte, dann wollte er es wenigstens nicht permanent vor der Nase haben. Außerdem sagte ihm das Etwas, das er heute morgen schon wahrgenommen hatte, dass er eigentlich woanders sein sollte. Er war sich noch nicht ganz sicher, ob er dieses Etwas mochte. Es kam ihm ein wenig besserwisserisch vor.

Hätte er gewusst, dass kaum anderthalb Meter neben seinem Bachlauf eine Straße verlief, wäre er wahrscheinlich besonnener losgeflogen. Dafür hätte er wohl auch wissen müssen, was eine Straße überhaupt ist, aber er war nun mal eine Eintagsfliege und Straßen sind eine viel zu menschliche Idee, als dass er sie hätte begreifen können. Jedenfalls sah er sich jetzt einem großen Ungetüm gegenüber, dass zwar ziemlich langsam war, aber sich dennoch unaufhaltsam auf ihn zubewegte. Früher war auch einmal etwas auf ihn zugekommen, das mit der Strömung trieb. Er war nicht ausgewichen, was darin resultierte, dass er geraume Zeit ziemliche Schmerzen hatte. Und das Ding jetzt war bedeutend größer (was er nicht wusste – er verglich gerade ein kleines Kieselsteinchen mit einem SUV, der etwa 60 km/h fuhr). Ihm war also zumindest klar, dass er wieder einmal nicht bleiben konnte, wo er war. So schnell er konnte flog er aufwärts. Sein Manöver hatte offensichtlich gereicht, allerdings wurde er von dem Wind, den der SUV verursachte, so stark herumgeschleudert, dass ihm ein wenig übel wurde. Es war eine gute Sache, dass er nicht genau auf den SUV geguckt hatte, während er nach oben flog. Sein Besitzer wusch ihn nicht sehr häufig und bei den vielen Insekten, die auf der Windschutzscheibe klebten, hätte er wahrscheinlich doch mit Existenzangst zu kämpfen gehabt.

Er flog auf der Stelle und sah sich um. Unter ihm brausten weiterhin diese monströsen Dinger herum. Er hatte beschlossen, dass er sie nicht mochte. Nicht nur, dass sie groß und windig waren, jetzt fiel ihm auch noch auf, dass sie stanken. Zu seiner Rechten war noch viel größeres Ding. Fast wäre er dem Impuls gefolgt, wieder nach oben zu fliegen, da merkte er, dass es sich nicht auf ihn zu bewegte. Es bewegte es sich überhaupt nicht. Es war rötlich mit grauen Streifen drin und sah nicht allzu bedrohlich aus. Es hatte sogar Plätze, um sich hinzusetzen.

Dieses neue Ding war ein Backsteinhaus, das schon seit zweihundert Jahren in der Stadt stand. Früher war es einmal eine Fabrik gewesen, in der viele Arbeiter viel schufteten, um Männern, die denen, die den Bach nicht mochten, sehr ähnlich sahen, Geld zu verschaffen. Später wurde es zu einem Wohnhaus, in dem ein buntes Treiben herrschte. Heute wohnten immer noch Leute darin, die allerdings viel weniger bunt waren, sondern ernste Gesichter und teure Anzüge hatten und über die „Vorzüge der Gentrifizierung“ schwadronierten.

Von alledem wusste und verstand der Eintagsfliegerich natürlich nichts. Ihm war ein Duft in seine Nase gestiegen. Er hatte sich vor das Fenster einer Küche niedergelassen. Der Geruch brachte ihn von der Sorge ab, wie groß Dinge wohl noch werden könnten. Er folgte ihm in die Küche. Dieser verführerische Duft war kein leckeres Gericht, das auf dem Herd schmorte. Damit können Eintagsfliegen nichts anfangen. Es war der Biomüll, der ihn wie magisch anzog. Gerade wollte er sich auf ihm niederlassen, als eine Gruppe von Obstfliegen sich vor ihm versammelte. Was er hier wolle, das sei ihr Biomüll, er solle sich seinen eigenen suchen. Er war perplex, er war sich nicht sicher, wie er reagieren sollte. Die Obstfliegen standen ihm feindlich gegenüber, so viel war klar. Allerdings konnte er auch nichts dagegen erwidern, denn er konnte ja gar nicht sprechen. Niemand hatte es ihm beigebracht. Ob ihm sein Gehirn fehle. Immer kommen die von außen rein, haben nichts für den Müll gemacht und wollen etwas davon abhaben. Langsam wurde er etwas sauer. Er hatte ja nicht gewusst, dass dieser Bio-Müll besetzt war. Gerade überlegte er, ob er es mit den unfreundlichen Obstfliegen aufnehmen könnte, da öffnete sich langsam die Tür. Schnell, verziehen wir uns! Die feindliche Gruppe war wie vom Erdboden verschwunden. Wahrscheinlich hatten sie eingesehen, dass sie einer flügelgreiflichen Situation mit ihm nicht gewachsen waren, dachte er. Da sah er das, was die Tür geöffnet hatte. Es war wieder etwas, das sich bewegen konnte, wenn auch nur sehr langsam. Er besah sich den Riesen genauer. Er hatte vier lange… Ja was eigentlich? Zwei davon schienen wie Beine zu funktionieren, nur waren sie so anderes als seine. Oben hatte er eine Kugel mit etwas, das wohl Augen sein könnten, mutmaßte er. Es war das erste mal, dass er einen Menschen sah. Dafür waren seine Einschätzungen sehr akkurat. Der Mensch ging auf den Müll zu, in seiner Hand eine Apfelgripsche, die er eigentlich schon vor drei Tagen hatte wegwerfen wollen. Als er den Deckel öffnen wollte sah er auf dem Deckel eine Eintagsfliege. Nein, er sah nur ein Insekt, dessen Anwesenheit er in seiner Wohnung nicht duldete. Und er schlug zu.

Zum Glück der Eintagsfliegen sind Menschen im Vergleich zu ihnen sehr langsam. Dem Eintagsfliegerich blieb mehr als genug Zeit, der Hand auszuweichen. Allerdings verstand er nicht, was das Ganze sollte. Er merkte, dass der Mensch keine guten Absichten ihm gegenüber hegte, allerdings schien er dabei nicht besonders effektiv vorzugehen.

Er beschloss, dass selbst der beste Biomüll diesen Aufwand nicht wert war. Mit einiger Enttäuschung flog er wieder zum Fenster hinaus und setze sich auf den Sims.

Bisher hatte ihm der Tag nicht sonderlich gefallen. Erst musste er sein zu Hause verlassen, dann hatte ihn irgendein Monstrum beinahe erwischt und nach alledem musste er sich auch noch irgendwelche dummen Anfeindungen gefallen lassen. Was nun? Auch wenn ihm das Backsteinhaus nicht allzu bedrohlich vorkam, war es doch deutlich unbequemer als der Grashalm von heute morgen. Er wollte mehr Grün. Das Etwas meldete sich wieder. Wenn er nur über ein paar von diesen rot-grauen fliegen würde, würde er letztendlich fündig werden.

Also machte er sich wieder auf den Weg, steil nach oben über die Dächer der Stadt. Nach einer Weile fielen die Ereignisse des Morgens von ihm ab. Seine Laune besserte sich zusehends und ausgelassen flog er im Slalom zwischen Antennen hindurch und über Schornsteine hinüber.

Einige Antennen und Schornsteine später tat sich vor ihm ein Park auf. Der Eintagsfliegerich staunte, wie viel Grün es hier gab. Nicht nur, dass hohe Stangen mit grünen Puscheln die Gegend säumten, sogar der ganze Boden war grün! Er stürzte sich in die Bäume und flog durch das hohe Gras. Schließlich machte er eine Pause auf einem jungen Sprössling. Der Sprössling wollte einmal ein großer, starker Baum werden, mit vielen knotigen Ästen auf denen Menschen und Tiere sich vergnügen konnten. Er hatte das einmal im Frühjahr bei einem erwachsenen Baum in der Nähe gesehen, als das Gras noch nicht so hochstand. Der Gärtner des Parks hatte allerdings andere Pläne. Seiner Meinung nach gab es schon genug Bäume im Park und das Gras war sowieso viel zu lang. Nächste Woche sollte er dringend mal eine Runde mit dem Mäher machen, überlegte er.

Gerade, als der Eintagsfliegerich wieder aufbrechen wollte, drang dieser Duft wieder in seine Nase. Etwas schwächer als heute morgen, aber dennoch betörend. Er folgte dem Geruch und fand sich vor einer Apfelgripsche wieder, die noch viel süßlicher roch als die in der Hand des Menschen. Er blickte sich um – in der Nähe waren keine Obstfliegen zu sehen. Nicht einmal Ameisen waren am Werke. Der erste Bissen war viel besser, als er sich es erhofft hatte. Der zweite war sogar noch eine Steigerung dessen. Glückselig aß er sich an dem Apfel satt. Als er wieder aufblickte und versuchte wegzufliegen, merkte er, dass seine Flügel sich anders anfühlten als sonst. Wie komisch! Hätten Eintagsfliegen kichern könne, er hätte es getan. Wie merkwürdig, auch seine Umgebung sah auch ganz verändert aus. Nichts stand mehr still, sondern wogte hin und her. Und es war auch nicht mehr alles nur in Grün- und Braunschattierungen gehalten. Es sah aus, als hätte ein Künstler eine Schaffenskrise gehabt und in verzweifelter Wut alle seine Farben auf eine Leinwand geschmissen. Karmesinrote Blumen standen neben marineblauen Bäumen und alle tanzten gemeinsam. Wie lustig das aussah. Da wollte er mitmachen! Er flog los und legte eine Parade hin, auf die er ziemlich stolz war.

Natürlich entsprach nichts davon der Realität. Er hatte lediglich zu viel von einem verfaulten Apfel gegessen und halluzinierte nun munter vor sich her während er in beträchtlichem Slalom haarscharf an Zweigen und steinen vorbeischlingerte. Aber er hatte den Spaß seines Lebens.

Und es wurde immer besser! Zu den tanzenden Gräsern und Blumen kam jetzt tatsächlich Musik hinzu. Die musste doch irgendwo herkommen. Er drehte sich ein paar mal im Kreis, dann sah er eine Gruppe von Menschen, die eigenartig geformte, glänzende Trichter zu bedienen schienen. Um sie herum standen noch mehr Menschen. Kein Zweifel, das musste der Ursprung der Musik sein. Die würden echt beeindruckt von seinen neu entdeckten tänzerischen Fähigkeiten sein. Er führte sie vor, aber keiner der Menschen schien davon Notiz zu nehmen. Vielleicht musste er einfach näher ran. Er schwirrte um ein paar von ihnen herum. Jetzt bemerkten sie ihn, allerdings hatte das nicht den erwarteten Effekt. Sie rümpften die Nase und genervt mit der Hand nach ihm. Er fand, das passte so gar nicht zu der Musik. Plötzlich traf ihn etwas von hinten und die bunten, tanzenden Farben verschwanden.

Als er wieder aufwachte, tat ihm alles weh. Aber abgesehen davon war der Rest wieder normal. Er war auf Grün in Grünem. Was auch immer passiert war, er würde keinen Apfel mehr essen. Das Etwas in sagte ihm, er müsse etwas Wasser trinken. Dass es ihn dabei gefühlt anschrie steigerte seine Sympathiepunkte nicht im Geringsten.

Er kroch zu einer nahen Gruppe von Grashalmen, an denen mehrere Tropfen Wasser hingen. Mit jedem Schluck fühlte er sich ein bisschen besser. Er flog auf einen Ast in der Nähe. Die Sonne stand schon tiefer am Himmel, bald würde es Abend werden. Eigentlich wollte er sich nur hinlegen und warten, bis diese Schmerzen aufhörten. Aber das Etwas in ihm gab keine Ruhe. Es wollte unbedingt zu einem großen Wasser. Er beschloss, dass er das Etwas wirklich nicht mochte, hatte aber auch nicht genug Kraft, um mit ihm jetzt darüber zu streiten, wie sinnvoll es ist, in seinem jetzigen Zustand zu einem Wasser fliegen zu wollen.

Er quälte sich hoch. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich dort ankam, wo das Etwas ihn hindirigierte. Er war völlig erschöpft, weshalb er das große Sirren und Geschnatter erst wahrnahm, als es unüberhörbar wurde. Er blickte hoch. Zehntausende Eintagsfliegen standen in einer hohen Säule über dem Wasser. Das Etwas musste den Verstand verloren haben. Eine Party war das letzte, was er jetzt wollte. Aber es drängte ihn unbarmherzig vorwärts.

Du bist aber ziemlich spät dran, Kumpel. Wir sind schon seit ein paar Stunden hier. Die besten sind schon weg. Er verstand wieder einmal nur Bahnhof. Er hatte diese Fliege noch nie gesehenen, geschweige denn sich mit ihr verabredet. Und was für Beste meinte er überhaupt? Aber sein selbsternannter Kumpel war schon wieder auf und davon. Er schien einer anderen Eintagsfliege hinterherzujagen. Erst nach ein paar Augenblicken fiel ihm auf, dass er nicht der einzige war. Die ganze Ansammlung sah aus, als wäre sie ein einziges Fangenspiel. Wozu sollte er hier sein? Willst du den ganzen Tag auf der Stelle fliegen? Die Eintagsfliege, die ihn dieses Mal angesprochen hatte, war anders als die vorherige. Auch anders als er. Suchst du nicht nach einer Partnerin?  Sie klang, als wollte sie etwas von ihm, aber er konnte sich beim besten willen nicht vorstellen was. Alles, was er wollte, war ein bequemer Grashalm. Was sollte denn eine Partnerin sein? Sag mal, kannst du nicht sprechen? Er starrte sie an. Vielleicht würde sie ja so wieder verschwinden. Na, dann halt nicht. Aber man kann auch echt höflicher einen Korb verteilen! Das Etwas in ihm war verwirrt, offensichtlich hatte es sich eine andere Reaktion von seiner Seite aus erwartet. Aber das war ihm egal. Er machte sich auf, diese Säule aus aufgedrehten Eintagsfliegen zu verlassen. Das Etwas protestierte schwach und schien sich dann damit abzufinden. Er verstand das Verhalten der anderen Fliegen einfach nicht und war außerdem viel zu erschöpft, um sich damit zu befassen. Aus deren Turm hinauszukommen war ein ganzes Stück Arbeit. Ständig musste er in allerletzter Sekunde ausweichen, um nicht mit irgendjemandem zusammen zu stoßen. Er wurde noch einige Male angesprochen, aber viel mehr als anstarren konnte er sie ja nicht. Das schien die meisten von ihnen genug abzuschrecken.

Entnervt flog er an das Ufer der Wasserfläche. Hier gab es sogar noch mehr Grün als dort, wo er diesen unsäglichen Apfel gegessen hatte. Er flog noch ein bisschen weiter, um sich einen idealen Platz zum Ausruhen zu suchen. Er flog um einen dicht belaubten Zweig herum und fand ihn, einen Platz wie aus dem Bilderbuch.

Vor ihm lag ein kleiner Bachlauf, der gerade so viel Wasser trug, dass man ihn als solchen bezeichnen konnte. Um ihn herum standen alte, verwachsene Bäume, die ihre Wurzeln tief ins Erdreich bohrten. Die Abendsonne brach sanft leuchtend durch die Blätter hindurch. Ein paar Menschen kletterten auf tiefen Ästen der Bäume herum. Allerdings waren diese viel kleiner als die Menschen, die er bisher gesehen hatte und sie wirkten auch viel freundlicher. Er mochte sie. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sie sich mindestens so tief ins Erdreich gebuddelt hatten wie die Wurzeln der Bäume und auch dementsprechend kaum noch wie Menschen aussahen. Er fand einen weichen, saftig-grünen Grashalm, der wie für ihn geschaffen war. Er legte sich darauf hin, beobachtete noch eine Weile die spielenden Kinder und schloss die Augen. Morgen würde er den Bachlauf entlangfliegen.

Schreibe einen Kommentar